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Camping in Neuseeland
Lisa | 29.04.2018

Camping in Neuseeland

Welche Arten von Campingplätzen gibt es in Neuseeland? Was kosten sie und gibt es eigentlich noch kostenlose Plätze? Muss man vorher buchen? Woher bekommt man Strom und Wasser? Diese und weitere Fragen beantworten wir dir in diesem Beitrag.

Welche Arten von Campingplätzen gibt es und was kosten sie?

Campingplätze gibt es jede Menge in Neuseeland. Nicht nur wegen der Touris - auch die Kiwis selbst lieben das Camping. So ist für jeden und auch für jedes Budget etwas dabei!

Freedom Camping

Freedom Camping ist es dann, wenn du auf öffentlichem Land campst, das kein anerkannter Campingplatz oder Holiday Park ist.

In manchen Bereichen ist freedom campen komplett verboten oder man darf nur freedom campen, wenn man ein Self-Containment Zertifikat besitzt.

Freedom Camping Self Contained Neuseeland

Ein Installateur oder Gasfachmann muss prüfen, ob dein Fahrzeug die Anforderungen erfüllt. Du musst in der Lage sein, für 3 Tage im Fahrzeug zu leben, ohne mehr Wasser zu benötigen oder Abwasser/Müll entleeren zu müssen. Du musst also über folgende Ausstattung verfügen:

  • Toilette
  • Frischwassertank
  • Abwassertank
  • Abfalleimer mit Deckel

Falls du diese Anforderungen erfüllst, erhältst du einen Aufkleber für dein Fahrzeug.
Detaillierte Infos zum SC-Zertifikat (auch zu den Kosten) erhältst du bei der New Zealand Motor Caravan Association.

Hinweis:
Jeder Bezirk hat andere Regeln. Einige lassen dich z.B. nicht innerhalb von 1 km von der Stadt freedom campen, oder lassen dich nur für eine Nacht auf einem Parkplatz bleiben.

Du findest entsprechende Schilder oft am Orts- oder Parkeingang. Außerdem kannst du dich in den Visitor Centern informieren. Solltest du illegal campen und wirst erwischt, kostet dich das mindestens 200 NZD Strafe.

  • Wie der Name "Freedom Camping" ja schon sagt, sind diese Plätze kostenlos 🙂

Teilweise wurden an beliebten Freedom Camping Stellen öffentliche Toiletten installiert. Ansonsten gibt es hier oftmals weder Trinkwasser geschweige denn Duschen.

DOC Campingplätze / Hütten

Es gibt fünf verschiedene Kategorien von Campsites, die vom Department of Conservation (DOC) betrieben werden:

Basic Campsites

Hier gibt es nur sehr begrenzte Einrichtungen. Dazu gehören einfache Toiletten (meistens Plumpsklos). Wasser kommt aus einem Tank, Bach oder See und muss ggf. abgekocht werden. Diese Campingplätze können manchmal auch nur per Boot erreicht werden.

  • Kostenlos

Backcountry Campsites

Hier gibt es Toiletten sowie Wassser, das aber ggf. aus einem Fluss kommt und abgekocht werden muss. Teilweise gibt es Picknicktische, Unterstände zum Kochen oder Feuerstellen.

  • Sehr unterschiedlich - zwischen 5 und 10 NZD. Schau am besten online direkt bei den Campsites nach.

Scenic and Standard Campsites

Diese Campingplätze haben Toiletten, Wasserversorgung (Wasserhahn, Bach oder See) sowie Fahrzeug- oder Bootzugang. Außerdem gibt es Grills, Feuerstellen, kalte Duschen, Picknicktische, einen Unterstand zum Kochen und Mülleimer.

  • Ohne Strom: 13 NZD / Nacht / Erwachsener
    Mit Strom: 16 NZD / Nacht / Erwachsener

Shakespear Camping Estima

Serviced Campsites

Serviced Campsites haben sehr gute Ausstattungen. Spültoiletten, Leitungswasser, Küche oder Kochmöglichkeiten, warme Duschen, Müllentsorgung und Zufahrt für alle Arten von Fahrzeugen. Außerdem gibt es teilweise sogar Wäschemöglichkeiten, Grillplätze, Feuerstellen, Herde und Picknicktische.

  • Ohne Strom: 18 NZD / Nacht / Erwachsener
    Mit Strom: 21 NZD / Nacht / Erwachsener

Great Walk Campsites

Bis auf den Milford Track bieten alle Great Walks Camping in der Nähe von Hütten oder in ausgewiesenen Gebieten. Es gibt fast 60 Great Walk Campingplätze mit grundlegenden Einrichtungen wie Toiletten, Handwaschbecken und einer Wasserversorgung. Einige davon haben Picknicktische und Kochhütten. Die Indoor-Einrichtungen der Great Walk-Hütten sind bei den Campsites aber nicht inbegriffen.

Private Campingplätze / Holiday Parks

Außerdem gibt es in Neuseeland noch jede Menge privater Campingplätze und Holiday Parks in den unterschiedlichsten Ausstattungen. Das reicht vom Hinterhof-Campingplatz über Farmstays bis hin zu Resorts mit Pool-Landschaften.

Die TOP 10 und Kiwi Holiday Parks bilden jeweils einen Zusammenschluss mehrerer Campingplätze zu einem Netzwerk - ähnlich wie Franchising. Sie bieten Mitglied­schaften an, mit denen du bei jeder Übernachtung 10 % sparen kannst. Mehr dazu weiter unten im Beitrag.

  • Die Kosten sind seeehr unterschiedlich. Die Preise variieren je nach Ausstattung, Lage, Saison oder machmal auch der Tagesverfassung der Besitzer des Campingplatzes 😉 Die Preise bei den Kiwi und TOP 10 Holiday Parks liegen zwischen 15 und 30 NZD pro Person.

Wie finde ich die Campingplätze?

In unserem Artikel über nützliche Apps in Neuseeland haben wir dir 4 Möglichkeiten aufgezeigt:

  • WikiCamps
  • CamperMate
  • Rankers
  • Campable

Alle Apps bis auf WikiCamps sind kostenlos, wobei uns diese App am besten gefallen hat und sich die geringe Kaufgebühr von ca. 2 EUR unserer Ansicht nach lohnt. Von ein paar Kiwis haben wir gehört, dass sie lieber CamperMate nutzen.

Du kannst die Karten, Beschreibungen und Bewertungen runterladen und offline nutzen. Für jeden Campground gibt es eine Übersichtsseite mit Kontaktdaten und welche Ausstattung er hat. Es gibt Bewertungen und Preise sowie Fotos.

Bei Rankers oder holidayparks New Zealand hast du jeweils die Möglichkeit, nach Campingplätzen zu suchen.

Eine Übersicht der DOC Campingplätze findest du außerdem auf dieser Webseite.

Verantwortungsvolles Campen

Obwohl viele von den nun genannten Punkten selbstverständlich sein sollten, möchten wir sie dennoch erwähnen. Leider gibt es immer wieder ignorante oder vielleicht auch unwissende Menschen, die sich nicht um die Umwelt oder ihre Mitmenschen scheren.

Bis vor ein paar Jahren durfte man in Neuseeland noch so gut wie überall freedom campen. Mitlerweile gibt es immer weniger Plätze, an denen es erlaubt ist. Und warum? Weil sich ein paar Leute ziemlich blöd benommen haben und nun alle anderen dafür "büßen" müssen. Wir verlinken dir mal diesen Artikel über Queenstown als Beispiel dafür, warum es immer mehr "No freedom camping" Bereiche in Neuseeland gibt.

Es gibt ein paar ganz einfache Regeln, die jeder beachten kann:

  • Campe nicht dort, wo es verboten ist!
    Es wird schon einen Grund dafür geben. Vielleicht nistet hier gerade ein Pinguin und möchte von dir nicht gestört werden.
  • Nimm deinen Müll mit!
    Wer will schon eine Maus oder ähnliches in seinem Auto haben? Müll lockt nunmal Ungeziefer an. Und kann man die schöne Landschaft nicht noch viel mehr genießen, wenn nicht überall der Abfall rumliegt?
  • Entzünde Feuer nur dort, wo es erlaubt ist und benutze einen Kocher, eine Feuerstelle oder einen Grill!
    Auch hier wird es einen Grund für ein Verbot geben. Womöglich gab es in "fire ban" Bereichen zuvor schon Brände oder du störst damit die Tiere in der Umgebung.
  • Verunreinige das Wasser nicht!
    Durch Waschmittel, Shampoo, Zahncreme oder Ähnliches können die Lebewesen in Flüssen oder im Meer gefährdet werden.
  • Benutze Toiletten und nicht die Natur!
    Ich glaube dazu müssen wir gar nichts sagen. In der CamperMate App oder auf der Rankers Webseite kannst du nach öffentlichen Toiletten suchen.
  • Entleere deine Campingtoilette nur an offiziellen "Dump Points"!
    Auch diese findest du auf der Rankers Webseite oder in allen 4 von uns genannten Apps.
  • Respektiere und achte deine Mitmenschen!
    Campingplätze sind soziale Orte, aber jeder braucht etwas Ruhe und Entspannung 🙂 Denk einfach daran, dass sich noch andere Menschen in deiner Umgebung befinden, die vielleicht nicht um 3 Uhr nachts noch laut Musik hören möchten.

Muss ich vorher buchen?

Und hier mal wieder eine super hilfreiche Antwort: Es kommt darauf an! Und zwar auf den

  • Zeitpunkt und den
  • Ort, an dem du übernachten möchtest.

Wir waren von Oktober bis Ende Februar in Neuseeland. Die Hauptsaison dauert von Anfang Dezember bis Februar. Die Schulferien in Neuseeland starten kurz vor Weihnachten und dauern bis Ende Januar / Anfang Februar.

Wir wurden von mehreren Kiwis regelrecht gewarnt, die Campingplätze in der Zeit zwischen Weihnachten und der ersten Januar-Woche bloß im Vorhinein zu buchen. Und ja, es war ein guter Rat. Die Campingplätze waren bis auf den letzten Platz besetzt. Wie gesagt, die Kiwis lieben es auch zu campen.

An sehr beliebten Orten oder wo es nur wenige Plätze gibt, wie z.B. dem Lake Tekapo oder Milford Sound, ist es außerdem ratsam, generell im Voraus zu buchen.

Viele Campinplätze kannst du online buchen oder du rufst einfach kurz an. Welche Mobilfunk Anbieter und Tarife wir dir empfehlen, kannst du übrigens in diesem Beitrag nachlesen.

Abgesehen von der Zeit um Weihnachten und Silvester und am Lake Tekapo haben wir die Campingplätze nicht im Voraus gebucht. Und es ist uns nicht einmal passiert, dass ein Campingplatz voll war. Auf kostenlosen Campingplätzen kann es allerdings schneller mal passieren, dass kein Platz mehr frei ist.

Wie kann ich beim Campen sparen?

Natürlich kannst du dir ausschließlich kostenlose oder sehr günstige Campingplätze raussuchen und so für wenig Geld übernachten. Beachte aber, dass du dann oftmals keine Kochmöglichkeiten, Toiletten oder Duschen zur Verfügung hast.

Weiter oben haben wir die Mitgliedschaften bei den TOP 10 und den Kiwi Holiday Parks erwähnt. Hier kannst du für 49 bzw. 35 NZD in einem Zeitraum von 2 Jahren jeweils 10 % bei Übernachtungen sparen. Außerdem gibt es weitere Discounts bei der Interislander bzw. Bluebride Fähre sowie lokale Discounts. Alle Infos zur TOP 10 Holiday Parks oder Kiwi Holiday Parks Mitgliedschaft erhältst du auf der jeweiligen Webseite.

Hinweis:
Eine Fahrt für 2 Personen + Campervan mit der Interislander Fähre kostet ca. 250 NZD. Bei 2 Fährfahrten mit 15 % Rabatt hast du also die Kosten der TOP 10 Mitgliedschaft schon wieder eingespart. Wenn du nun ab und zu auf einem TOP 10 Campingplatz schlafen möchtest, sparst du pro Übernachtung 10 % der Kosten. Ähnlich erfolgt die Rechnung bei den Kiwi Holiday Parks und der Bluebridge Fähre.

Auch bei den DOC Campingplätzen gibt es Sparpotenzial. Allerdings nur für Campervans von Autovermietungen oder für Mitglieder der New Zealand Motor Caravan Association (NZMCA). Es gibt Wochen-Pässe für 25 NZD pro Erwachsenem, die an sieben aufeinander folgenden Tagen gültig sind. Du kannst damit auf Standard oder Scenic Campsites übernachten. Sie gelten aber nicht bei Serviced Campsites, Online Buchungen oder Campsites mit Strom. Hier findest du eine Karte mit den teilnehmenden Campsites. Du erhältst den Pass bei teilnehmenden Autovermietungen wie Lucky Rentals, JUCY Rentals, Spaceship Rentals oder bei STA Travel. Und hier kannst du den Pass online erwerben.

Weitere nützliche Hinweise

Wasser

Das Leitungswasser in Neuseeland kannst du generell bedenkenlos trinken. Falls es dich interessiert, erhältst du hier weitere Informationen zum Thema Trinkwasser vom Ministry of Health. In machen Gegenden schmeckt es vielleicht ein bisschen unge­wohnt. Du kannst aber so ein bisschen Geld sparen, indem du dir wiederver­wend­bare Wasserflaschen besorgst und diese immer wieder auffüllst - und damit gleichzeitig auch noch Plastikmüll vermeiden 🙂 Wir können dir hier die Nalgene Flaschen (*) empfehlen oder benutze einfach eine andere wiederverwendbare Flasche.

Auf Campgrounds oder öffentlichen Toiletten / BBQ Stellen kann es teilweise sein, dass man das Wasser aus den Hähnen vorher abkochen oder gar nicht trinken sollte. Hier ist aber dann ein entsprechender Hinweis angebracht.

Spuelbecken Camping

Strom

Auf vielen Campingplätzen besteht die Möglichkeit, sogenannte "Powered Sites" zu mieten. Unserer Erfahrung nach liegt der Mehrpreis zwischen 0 und 4 NZD pro Person.

Anders als in Australien benötigst du dann aber ein Kabel mit einem speziellen Caravan Anschluss wie dieses hier. Diese Kabel erhältst du ab 100 NZD im Baumarkt oder günstiger bei TradeMe (ähnlich wie ebay).

Estima Strom Camping

Auf manchen Campgrounds gibt es auch Steckdosen in den Gemeinschaftsräumen, die du zum Aufladen deiner elektronischen Geräte benutzen kannst.

Wir können fast alle unsere Geräte über USB laden. So haben wir einen Adapter für die Autosteckdose (*) dabei und können die Geräte beim Autofahren aufladen. Für unsere Laptops und die Zahnbürste haben wir dann immer mal wieder auf Campsites mit Strom übernachtet.

Es gibt auch Stromwandler für den Zigarettenanzünder. Da wir aber in Neuseeland täglich nicht so lange Strecken gefahren sind, war das für uns keine sinnvolle Investition.

Bezahlung

Auf manchen Campingplätzen kannst du entweder nur mit Bargeld zahlen oder es kostet eine geringe Gebühr für die Kreditkartenzahlung. Das ist eher bei den kleineren Campingplätzen der Fall. Oftmals findet man Infos zu Zahlungsmöglichkeiten in den Camping Apps oder auf der Webseite des Campingplatzes. In den großen Holiday Parks konnten wir ganz einfach mit Kreditkarte und ohne Gebühr bezahlen. Welche Kreditkarten wir auf unserer Reise benutzen, erfährst du in diesem Beitrag.

Bei manchen DOC Campingplätzen musst du einen Zettel ausfüllen und das Geld passend in einen Umschlag am Informationskiosk stecken. Anhand deines Kennzeichens wird dann im Laufe des Tages oder ganz früh am nächsten Morgen überprüft, ob du tatsächlich bezahlt hast. Oder es gibt ein Telefonhäuschen, von dem aus du bei einer Hotline anrufst und deine Kreditkartendaten durchgibst. Alternativ kannst du die angegebene Nummer natürlich auch von deinem eigenen Telefon aus anrufen. Falls du diese Zahlungsmethode lieber nicht nutzen möchtest, kannst du oftmals auch direkt bei einem Ranger bezahlen. Den musst du allerdings erstmal antreffen... 😉

Check-In und Check-Out Zeiten

Die Check-In Zeiten sind auch wieder von Campingplatz zu Campingplatz verschieden. Bei den größeren Holiday Parks gibt es meistens die Möglichkeit für einen Late Check-In. Dazu solltest du einfach vorher dort anrufen.

Bei den kleineren Campingplätzen kann es dir passieren, dass du ab 19 oder 20 Uhr vor einem abgeschlossenen Tor oder einer Schranke stehst. Bis 18 Uhr solltest du aber kein Problem haben, irgendwo einzuchecken.

Um sicher zu sein, schaust du am besten bei den Beschreibungen in den Apps, in den Bewertungen oder direkt auf der Webseite des jeweiligen Campingplatzes nach.

Was nahezu alle Campingplätze gemeinsam haben: 10 am Check-Out! Manche Besitzer nehmen diese Uhrzeit sehr ernst, andere sind eher entspannter. Klar, irgendwann müssen sie ja auch die Einrichtungen für die neuen Gäste sauber machen und schließlich zahlst du ja auch nur für eine Nacht dort.

Wäsche waschen

Auf den meisten Campingplätzen gibt es Waschmaschinen und teilweise auch Trockner. Diese kosten pro Wasch- bzw. Trockengang meist 4 NZD.

Waschmaschine Camping

Hinweis:
Für die meisten Waschmaschinen und Trockner benötigst du zwei 2 NZD Münzen.

Wir empfehlen dir auf jeden Fall, eine Reise-Wäscheleine (*) mitzunehmen, da es oftmals nur sehr wenige Trockenmöglichkeiten gibt und man sich so auch die 4 NZD für den Trockner sparen kann. Vergiss nicht, dass du auch Waschmittel benötigst 🙂 Das bekommst du entweder im Supermarkt oder ziemlich überteuert direkt bei den Campingplätzen.

Solltest du nicht auf den Campingplätzen waschen wollen, gibt es sogenannte Laundromats. Ein Anbieter sind die Liquid Laundromats, die es sowohl auf der Nord- als auch auf der Südinsel gibt. Das sind einfach Self-Service Wäschereien, bei denen du eine Prepaid-Karte kaufst, auflädst und dann in allen Filialen deine Wäsche waschen kannst.

Kochmöglichkeiten

In den vorgestellten Apps kannst du nach "Camp Kitchen" filtern. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass es dort auch Besteck, Teller, Töpfe usw. gibt. Am besten hast du also selbst eine Grundausstattung mit dabei.

Kueche Camping

Kueche Camping

Duschen

Da sich manche Campingplätze an etwas abgelegeneren Orten befinden, sind die Duschzeiten teilweise limitiert bzw. kosten ein oder zwei Dollar extra. Es lohnt sich also, immer ein paar Münzen parat zu haben. Man lernt auf jeden Fall schneller zu duschen, da die Dusch-Timer oftmals zwischen 3 bis 8 Minuten eingestellt sind. Aber auch das bekommt man hin. 😉

Dusche Camping

Dusche beim Camping

Müll

Im Vergleich zu anderen Industrienationen ist der Ansatz zu weniger Müll in Neuseeland eher vage. Auf dieser Webseite findest du weitere Informationen, falls es dich interessiert.

Auf den Campgrounds gibt es teilweise unterschiedliche Mülltonnen für die verschiedenen Abfälle. Manchmal gibt es aber auch nur einen Mülleimer für alles. An manchen Ortsein- bzw. ausgängen findest du auch Recycling Stationen, wo du deinen Müll dann trennen kannst.

Recycling Camping

Recycling Camping

In den Recycling-Müll gehören z.B. Papier, Karton, Zeitungen, Glasbehälter, Plastikflaschen und -container, Aluminium-, Stahl- und Zinn-Dosen oder Milch und Saft Verpackungen. Plastiktüten oder manche Plastikverpackungen können nicht recycelt werden. Hier findest du ein anschauliches Video zum Thema Recycling in Neuseeland.

Ich weiß, es hört sich alles unglaublich kompliziert an, aber wir haben doch alle was davon, wenn der Müll nicht überall rumliegt 🙂

Unsere Top 5 Campingplätze

Unsere Top 5 haben wir danach ausgesucht, wo wir uns wohl gefühlt haben.

  1. Mossburn Country Park
    Unser alleralleraller...liebster Campingplatz in Neuseeland. Und das nicht nur weil es Schafe, Alpakas, Kühe, eine Ziege, einen Hund und ein paar Katzen gibt 😉 Wir haben dort ganze 11 Nächte verbracht und wären am liebsten gar nicht mehr weiter gefahren. Mehrere Abende haben wir mit den Besitzern zusammen gesessen, Tee oder Kaffee getrunken und sehr unterhaltsame Gespräche geführt.
    Die Gras-Sites sind sehr groß. Es gibt welche mit und ohne Strom. Außerdem 2 kleine Hüttchen, in denen man seine Geräte über USB aufladen kann. In der Küche findet man alles, was man braucht - nur das Essen muss man selbst mitbringen 🙂
    • 16 NZD pro Erwachsener pro Nacht (mit und ohne Power)

    Mossburn Campingplatz SchafMossburn Campingplatz Sonnenuntergang

  2. Te Haruhi Bay Campground
    Unser allererster Campingplatz in Neuseeland und wahrscheinlich ist er genau deswegen auf Platz 2 gelandet. Der perfekte Ausgangspunkt, wenn man im Shakespear RP wandern möchte. Man hat Zugang zum Strand und es gibt große Gras-Sites. Es handelt sich um einen DOC Campingplatz mit Spültoiletten und 2 kalten Outdoor-Duschen.
    • 15 NZD pro Erwachsener pro Nacht (ohne Power)

    Shakespear Camping Estima

  3. Paihia Top 10 Holiday Park
    Hier waren die Details entscheidend: Es gibt einen kleinen Kräutergarten, in dem man sich bedienen darf. Die Sanitäranlagen sind sehr neu und werden super sauber gehalten. Es gibt einen Food Truck mit Snacks und Kaffee. Und es gibt kostenloses, unbegrenztes, schnelles WiFi. Perfekt!
    • 22 NZD pro Erwachsener pro Nacht (mit Power)

    Paihia Camping KraeutergartenPaihia Camping Badezimmer

  4. Jackson's Retreat Alpine Holiday Park
    Hier zahlt man definitiv für die Lage - und die ist traumhaft. Mitten im Nirgendwo in der Nähe des Arthur's Pass auf der Südinsel. Umgeben von Wald und Bergen. Es gibt mehrere Walks, bei denen man nachts Glühwürmchen sehen kann. Und das beste: Man muss dafür nicht nochmal extra bezahlen 😉 Die Ausstattung in der Küche war top und die Toiletten und Duschen waren sehr sauber und neu. Das war der einzige Campingplatz, auf dem ich ohne Flip Flops geduscht habe.
    • 24 NZD pro Erwachsener pro Nacht (mit Power)

    Jackson Retreat Camping

  5. White Horse Hill Campsite
    Hier stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis. Es handelt sich um einen Scenic DOC Campingplatz. Von hier aus startet der Hooker Valley Track zum Mount Cook, den wir euch sehr empfehlen können. Es gibt Spültoiletten, kein warmes Wasser - aber Waschbecken mit kaltem Wasser und extra Hähne für Trinkwasser.
    • 13 NZD pro Erwachsener pro Nacht (ohne Power)

    Mount Cook Campingplatz

Außerdem möchten wir dir noch zwei weitere Campingplätze nennen, die von der Lage her einfach unschlagbar sind:

  • Lake Pukaki Camping
    Direkt am Lake Pukaki liegt dieser (kostenlose!!!) Campingplatz. Naja, eigentlich ist es eher ein Parkplatz mit vielen tiefen Schlaglöchern und einem stinkenden Plumpsklo. Dennoch ist der Blick auf den Lake Pukaki und den Mount Cook unbezahlbar. Das Info-Center ist in 2 Minuten mit dem Auto zu erreichen. Hier gibt es auch Toiletten. Also bitte nutzt nicht den angrenzenden Wald als Klo und nehmt euren Müll wieder mit, damit dieser Platz auch zukünftig fürs freedom campen genutzt werden kann und nicht geschlossen wird 🙂
    • kostenlos (ohne Power)
    Lake Pukaki Camping Blick Lake Pukaki Camping Ausblick
  • Matauri Bay Holiday Park
    Hier haben wir eine Nacht direkt am Strand verbracht. Kofferraumdeckel auf und Meerblick. Einfach nur wunderschön! Die Sanitäranlagen sind allerdings sehr in die Jahre gekommen und nachts gibt es Millionen (ja, ich übertreibe) von Fliegen und Motten, sodass man besser nicht nach Einbruch der Dunkelheit auf Toilette geht. Achja, man sieht Leute am Strand, die die riesigen Muscheln sammeln. Ein Tipp von uns: Sie sind ungenießbar und werden wohl eher als Fischköder benutzt 😉
    • 20 NZD pro Erwachsener pro Nacht (mit Power, Beachfront)
    Matauri Bay Campingplatz Matauri Bay Campingplatz Matauri Bay Campingplatz

Willst du ein self contained oder ein non self contained Auto / Camper / Wohnmobil mieten?

Willst du einen Great Walk laufen und willst du dann in einer Hütte schlafen oder campen?

Was waren deine liebsten Campingplätze in Neuseeland?

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