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Weltreise-Planung

Impfungen für eine Weltreise und Schutz vor typischen Reisekrankheiten
Lisa | 06.05.2017

Impfungen für eine Weltreise und Schutz vor typischen Reisekrankheiten

Gegen welche Krankheiten haben wir uns für unsere Weltreise impfen lassen? Wo haben wir uns darüber informiert? Was hat der ganze Spaß gekostet? Die Antworten auf diese und weitere Fragen zum Thema Reiseimpfungen findest du in diesem Beitrag.

Warum haben wir uns impfen lassen?

  • Risiko von Krankheiten reduzieren
  • Einreisebestimmungen erfüllen

Beim Thema Impfungen gibt es oft sehr extreme Standpunkte. Entweder man nimmt alles was man kriegen kann oder man lässt sich gegen gar nichts impfen. Wir liegen so dazwischen. Klar wollten wir unsere Körper nicht unnötig belasten. Dennoch halten wir es für sinnvoll, das Risiko, an einer schweren Krankheit zu erkranken, durch eine Impfung zu reduzieren. Wir finden es wichtig, sich mit dem Thema Impfungen vor einer Langzeitreise wenigstens zu beschäftigen.

Natürlich gibt es einen Unterschied zwischen einer Langzeitreise, bei der du tiefer in die einzelnen Kulturen eintauchen möchtest, und einer 3-wöchigen Pauschalreise. Letztendlich haben wir uns im Impfzentrum von der Uniklinik in Mainz sehr gut beraten gefühlt und auf diese Empfehlungen vertraut. Mehr dazu weiter unten.

Außerdem benötigt man manche Impfungen wie z.B. Gelbfieber zur Einreise in bestimmte Länder. Das Auswärtige Amt listet für jedes Land den notwendigen bzw. empfohlenen Impfschutz bei den Reise- und Sicherheitshinweisen auf. Eine Übersicht über die benötigten und/oder empfohlenen Reiseimpfungen je Reiseland findest du in der Tabelle. Die Standardimpfungen umfassen dabei die Impfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes. Dazu gehören Tetanus, Diphtherie, Pertussis, Polio, MMR, Influenza und Pneumokokken. Eine Liste der Gelbfieberendemiegebiete findest du bei der WHO.

Reiseland Standard-Impfungen Gelbfieber Hepatitis A Hepatitis B Tollwut Typhus Cholera Japanische Enzephalitis Meningokokken (Serotyp ACWY) Meningokokken (Serotyp C)
Argentinien E EG, G E EL EL EL        
Australien E BEG E E       E    
Bhutan E BEG E EL EL E   EL    
Bolivien  E BEG, BG, BAG E EL EL EL        
Botsuana E BEG E EL EL EL     EL  
Brasilien E EG, G E EL EL EL        
Chile E BEG E EL EL EL        
China E BEG E EL EL EL   EL    
Costa Rica E BEG E EL EL EL EL      
Dominikanische Republik E   E EL EL EL EL      
Ecuador E BEG, EG, G E EL EL EL        
Fidschi E BEG E EL EL EL        
Hongkong E   E EL EL EL   EL    
Indien E* BEG E EL EL E   EL EL  
Indonesien E BEG E EL EL EL   EL    
Island E     E           EL
Japan E     EL       EL    
Kambodscha E BEG E EL EL EL   EL    
Kanada E     E            
Kolumbien E EG E EL EL EL        
Kuba E   E EL EL EL EL      
Laos E BEG E EL EL EL   EL    
Madagaskar E BEG E EL EL EL        
Malaysia E BEG E EL EL E   EL    
Malediven E BEG E EL   EL        
Marokko E   E EL EL EL        
Mauritius E BEG E EL   EL        
Mexiko E   E EL EL EL        
Myanmar E BEG                
Namibia E BEG E EL EL EL     EL  
Nepal E BEG E EL EL E   EL    
Neuseeland E BEG EL EL            
Nicaragua E BEG E EL EL EL        
Panama E BEG, EG, G EL EL EL        
Peru E EG, G E EL EL EL        
Philippinen E BEG E EL EL EL   EL    
Seychellen E BEG E EL   EL        
Singapur E BEG E EL   EL        
Sri Lanka E BEG E EL EL EL   EL    
Südafrika E BEG E   EL E        
Taiwan E   E EL EL     EL    
Thailand E BEG E EL EL     EL    
USA E   EL EL            
VAE E   E EL EL       EL  
Vietnam E BEG E EL EL EL   EL    
E = Empfohlen | EL = bei Langzeitaufenthalt oder besonderen Risiken empfohlen | EG = bei Einreise in Gelbfiebergebiet im Land empfohlen | G = gilt als Gelbfieberendemiegebiet | BEG = bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet benötigt | BG = bei Einreise in Gelbfiebergebiete im Land benötigt | BAG = bei Ausreise in ein Gelbfiebergebiet benötigt | MMR = Mumps Masern Röteln
* = eine Polio Schluckimpfung wird bei Einreise aus bestimmten Ländern gefordert
Quelle: Auswärtiges Amt | Stand: Mai 2017
Reiseland Malaria Dengue Zika
Argentinien X X X
Australien   X  
Bhutan X X  
Bolivien X X X
Botsuana X    
Brasilien X X X
Chile   X X
China X X  
Costa Rica X X X
Dominikanische
Republik
X X X
Ecuador X X X
Fidschi   X X
Hongkong      
Indien X X  
Indonesien X X X
Island      
Japan      
Kambodscha X X X
Kanada      
Kolumbien X X X
Kuba   X X
Laos X X X
Madagaskar X X  
Malaysia X X  
Malediven   X X
Marokko X    
Mauritius   X  
Mexiko X X X
Myanmar X X X
Namibia X    
Nepal X X  
Neuseeland      
Nicaragua X X X
Panama X X X
Peru X X X
Philippinen X X X
Seychellen      
Singapur   X X
Sri Lanka   X  
Südafrika X    
Taiwan   X  
Thailand X X X
USA     X
VAE      
Vietnam X X X
X = Gefährdete Gebiete existieren im Land – detaillierte Infos findet ihr auf den verlinkten Seiten des Auswärtigen Amtes
Quelle: Auswärtiges Amt | Stand: Mai 2017

Wie lange im Voraus sollte man sich über Reiseimpfungen informieren?

  • Für eine Langzeitreise sind 6 Monate im Voraus ein guter Richtwert.

Wir haben bereits 1 Jahr vor Abreise angefangen uns zu informieren. Der benötigte zeitliche Vorlauf hängt logischerweise auch von den bereits vorhandenen Impfungen ab. Manche Impfungen benötigen etwas Zeit, bis sie vollständig wirken oder benötigen mehrere Impfungen im Abstand von einigen Tagen/Wochen. Generell kann man aber sagen, dass man ca. ein halbes Jahr vor Abreise zu einer Impfberatung gehen sollte.

Wir hatten bereits die meisten Standardimpfungen schon als Kinder bekommen und auch regelmäßig aufgefrischt. Die restlichen Reiseschutzimpfungen erfolgten dann in einem Zeitraum von 2 Monaten. Auch den zeitlichen Aufwand solltest du bei deiner Planung mit einrechnen – wir hatten nämlich insgesamt 6 Impf-Termine!

Ist eine Impfberatung wirklich notwendig? Wo haben wir uns über die Impfungen informiert? Wo haben wir uns impfen lassen?

  • Wir halten eine Impfberatung für sehr sinnvoll!
  • Wir haben uns online, in der Reisepraxis im Globetrotter Frankfurt, bei unserem Hausarzt und im Impfzentrum Mainz informiert und beraten lassen.
  • Geimpft wurden wir schließlich im Impfzentrum in Mainz. Hier haben wir uns am besten beraten gefühlt!

Eigenrecherche online

Vorab haben wir uns online über Reiseimpfungen informiert. Beim Robert Koch Institut (RKI) findet man zu den meisten Impfungen jeweils die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen. Man findet online jede Menge Infos. Bei einem persönlichen Beratungstermin kann jedoch auf individuelle Fragen besser eingegangen werden. Außerdem wird ein Impfplan erstellt, damit sich die Impfungen nicht gegenseitig in die Quere kommen und man die empfohlenen Abstände/Dosen einhält. Man bekommt auch Infos darüber, wie lange der Impfschutz dann jeweils gilt. Wir haben uns deshalb für eine Impfberatung entschieden.

Reisepraxis im Globetrotter in Frankfurt (August 2016)

Wir hatten uns die Reisepraxis in Frankfurt rausgesucht, da wir sowieso ein paar Dinge beim Globetrotter besorgen wollten. Außerdem ist dies eine offizielle Gelbfieber-Impfstelle. Für eine Impfberatung zahlt man dort 20 EUR pro Person (Stand 28. April 2016). Wir waren an einem Dienstag nach Feierabend da und haben gut ne Stunde gewartet bis wir dran waren. Es gibt einen Bogen mit Impfungen, die der Arzt dann mit dir durchgeht. Das ganze hat ca. 10 Minuten für Ben und mich gedauert. Eigentlich fragt er dich nur, in welches Land du reisen möchtest und kreuzt dir dann die notwendigen Impfungen an. Keinerlei Erklärungen oder wirkliche Beratung. Vielleicht lag es aber auch daran, dass wir einfach noch zu früh dran waren. Er meinte, dass wir im Januar nochmal wiederkommen sollten und dann keine Beratung mehr bräuchten. Für uns hat es sich sehr nach Schnellabfertigung angefühlt und wir beschlossen, hier nicht wieder herzukommen.

Hausarzt (Januar 2017)

Auch unser Hausarzt bot eine Impfberatung an. Er hat uns im Wesentlichen die gleichen Impfungen wie der Arzt in Frankfurt empfohlen. Auf Nachfrage hat er auch ein paar unserer Fragen beantwortet. Hier kommt es wahrscheinlich stark auf den jeweiligen Hausarzt an. Bei unserem hatten wir jetzt nicht unbedingt das Gefühl, gut beraten worden zu sein.

Reise- und tropenmedizinische Beratungsstelle (März 2017)

Nach diesen beiden Erfahrungen hat uns das Impfthema echt genervt! Wir schrieben ein paar Mails an weitere Impfstellen im Umkreis. Die ausführlichste Antwort kam vom Impfzentrum der Uniklinik in Mainz:

„Prinzipiell sollte man nach den Empfehlungen der STIKO geimpft sein, d.h. man sollte Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Keuchhusten und Masern, Mumps und Röteln haben. Sie benötigen ferner den Schutz gegen Gelbfieber für Afrika und Südamerika (Übertragung durch Stechmücken) und Hepatitis A (Übertragung durch Nahrungsmittel), man kann auch kombiniert mit Hepatitis B impfen. Folgende Impfungen sind zu besprechen: Typhus (Übertragung durch Wasser) und Tollwut (Übertragung durch Säugetiere, i.d.R. durch streunende Hunde, Vampirfledermäuse). Wir beraten Sie auch im Hinblick auf das Thema Mückenschutz und Malaria (Prophylaxe oder Mitnahme eines Stand-By Medikamentes). […]“

Wir versuchten unser Glück dann also nochmal in Mainz. An einem freien Tag gingen wir direkt morgens in die Sprechstunde. Schon nach den ersten 5 Minuten fragten wir uns, warum wir das nicht direkt so gemacht hatten. Die Ärztin strahlte eine unglaubliche Ruhe und Kompetenz aus.

Nachdem wir ihr erzählt hatten, dass wir für 2 Jahre auf Weltreise gehen, nahm sie unsere alten Impfausweise und bat darum, sich diese zuerst einmal in Ruhe anschauen zu dürfen. Sie machte sich Notizen und holte dann ein dickes Buch aus dem Regal.

Schritt für Schritt ist sie jede einzelne Impfung mit uns durchgegangen. Sie zeigte uns Verbreitungsgebiete und Infektionsstatistiken der Krankheiten in dem dicken Buch und sprach ihre jeweilige Empfehlung an uns aus. Außerdem informierte sie uns über die Kosten und die Anzahl der notwendigen Spritzen.

Auf ihre Frage, ob sie für uns nun einen Impfplan erstellen solle, antworteten wir mit einem einheitlichen JA AUF JEDEN FALL! Nach über einer Stunde und unseren ersten beiden Impfdosen (ist das wirklich die Mehrzahl von Dosis?) bedankten wir uns bei ihr für die super Beratung. Daraufhin sagte sie nur, dass es ihr auch Spaß gemacht hat, jemanden für eine Weltreise zu beraten.

HINWEIS: Durch die ausführliche Beratung sind die Wartezeiten hier manchmal etwas länger. Das haben wir aber gerne in Kauf genommen! Solltest du in der Nähe von Mainz wohnen, können wir die Beratung im Impfzentrum der Uniklinik wirklich empfehlen! Wir gehen jetzt im Bezug auf die Impfthematik mit einem sehr guten Gefühl auf unsere Weltreise.

Gegen welche Krankheiten haben wir uns impfen lassen?

Dies ist nur eine Kurzübersicht über die einzelnen Impfungen und hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die meisten Informationen stammen von den Infoblättern des Impfzentrums in Mainz und von der Webseite des RKI. Wir empfehlen dir auf jeden Fall eine individuelle Impfberatung!

Gelbfieber

Viruserkrankung, bei der schwere Krankheitsverläufe mit tödlichem Ausgang relativ häufig sind (50%).

Symptome/Krankheitsverlauf: Fieber, heftige Kopf- und Rückenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Gelbfärbung von Haut und Augen
Übertragung: Stich einer Mücke
Verbreitungsgebiet: Zentral-, Ost- und Westafrika und in den tropischen Urwaldgebieten Südamerikas
Benötigte Injektionen: 1
Schutzwirkung: Eine einmalige Impfung gilt als lebenslanger Impfschutz. 100% Schutz bei einmaliger Impfung besteht für 10 Jahre.

Sonstiges:
» Wird teilweise bei der Einreise in bestimmte Länder gefordert, wenn man sich vorher in einem von Gelbfieber betroffenem Gebiet aufgehalten hat.
» Kann nicht bei Hühnereiweißallergie geimpft werden.
» Kein Leistungssport in der ersten Woche nach der Impfung.

 

Da der Krankheitsverlauf oft tödlich enden kann, es bisher keine andere Behandlungsmöglichkeit gegen Gelbfieber gibt und die Impfung als gut verträglich gilt, haben wir uns für diese Impfung entschieden.

 

Links:
World Health Organization
Auswärtiges Amt
Robert Koch Institut

Japanische Enzephalitis

Infektion des menschlichen Gehirns durch das gleichnamige Virus.

Symptome/Krankheitsverlauf: 5 bis 15 Tage nach der Übertragung des Virus können Fieber, Erbrechen und Kopfschmerzen auftreten. Innerhalb der nächsten 3 bis 4 Tage können sich Krämpfe, Lähmungen und Bewusstlosigkeit entwickeln.
Übertragung: Stich einer Mücke
Verbreitungsgebiet: Vor allem in ländlichen Gebieten Süd-, Südost- und Ostasiens. Vermehrtes Risiko in feuchten Gebieten, in denen die Stechmücken engen Kontakt mit Schweinen als Haustieren und Menschen haben – z.B. zwischen Reisfeldern
Benötigte Injektionen: 2
Schutzwirkung: 1 bis 2 Jahre. Wird nach 1 bis 2 Jahren eine dritte Dosis geimpft, schützt diese für weitere 10 Jahre.

 

Bis zu 25% der Erkrankten sterben. Grund genug für uns für eine Impfung! Es gibt bisher keine spezifische Therapie bei der Erkrankung.

 

Links:
World Health Organization
Auswärtiges Amt

Tollwut

Infektion des menschlichen Gehirns durch Viren.

Übertragung: Biss eines tollwütigen Tieres; Belecken von offenen Wunden oder Abschürfungen, da sich die Erreger im Speichel des Tieres befinden.
Verbreitungsgebiet: Europa durch Füchse, Afrika und Asien eher durch Hunde, Südamerika auch durch Fledermäuse
Symptome/Krankheitsverlauf: Zunächst Juckreiz und Schmerzen an der Bissstelle, später dann verschiedenartige neurologische Krankheitserscheinungen wie Krämpfe und Lähmungen sowie vermehrter Speichelfluss. Der Patient stirbt meist nach wenigen Tagen. Beim Auswärtigen Amt gibt es hier ein Merkblatt zum Vorgehen nach einem Kontakt mit einem tollwutverdächtigen Tier.
Benötigte Injektionen: 3
Schutzwirkung: 2 bis 5 Jahre

 

Auch hier ist eine gezielte Behandlung bisher nicht möglich. Auch wenn es vielleicht unwahrscheinlich ist, dass wir von einem betroffenen Tier gebissen werden, haben wir uns für diese Impfung entschieden. Ist man gegen Tollwut geimpft, ist die Behandlung wesentlich einfacher. Spätestens als wir mehr über den Krankheitsverlauf gelesen haben, stand diese Entscheidung für uns fest.

 

Links:
World Health Organization
Auswärtiges Amt
Robert Koch Institut

Meningokokken (ACWY und B)

Hirnhautentzündung (Meningitis), die durch Bakterien verursacht wird.

Übertragung: von Mensch zu Mensch als Tröpfcheninfektion über Schleimhäute des Nasen-Rachen-Raums
Verbreitungsgebiet: Je nach Serotyp.
» ACWY: In weiten Teilen Afrikas südlich der Sahara und nördlich der südafrikanischen Staaten, nördlicher indischer Subkontinent sowie in den Slums der südamerikanischen Großstädte.
» B: Vor allem in Europa und Australien.
Symptome/Krankheitsverlauf: Erkrankung bricht innerhalb von 2 bis 10 Tagen aus. Fieber, Kopfschmerzen, schmerzhafte Nackensteifigkeit, Übelkeit und Erbrechen; Einblutungen in die Haut; Sepsis mit Schock. Unbehandelt kann die Erkrankung in kürzester Zeit zum Tode führen.
Benötigte Injektionen: 1 für die Serotypen ACWY, 2 für Serotyp B
Schutzwirkung: Mindestens 4 Jahre

 

Diese Impfung hatten wir vorher nicht wirklich auf dem Schirm. Erst durch die Impfberatung wurden wir darüber informiert. Der Serotyp B kommt besonders in Westaustralien häufig vor. Da wir hier eine längere Zeit verbringen wollen, haben wir uns für diese Impfung entschieden.

 

Links:
World Health Organization
Auswärtiges Amt
Robert Koch Institut

 

Hepatitis A

Infektiöse Gelbsucht mit dem gleichnamigen Virus Typ A.

Übertragung: Fäkal-oral durch infizierte Nahrungsmittel (z.B. Salate oder Meerestiere, insb. Muscheln) und durch ungenügend desinfiziertes Wasser.
Verbreitungsgebiet: Länder mit niedrigem Hygienestandard
Symptome/Krankheitsverlauf: Übelkeit, Brechreiz, Durchfälle oder auch Verstopfung, Abneigung gegen bestimmte Nahrungsmittel wie etwa fetthaltige Speisen. Danach Gelbfärbung der Augen und der Haut, Juckreiz. Meist gute Heilungschancen, aber in wenigen Fällen kommt es zu einem schweren Verlauf mit Todesfolge.
Benötigte Injektionen: 2 (Grundimmunisierung), Auffrischung nach 25 Jahren empfohlen. Es kann auch kombiniert gegen Hepatitis B oder gegen Typhus geimpft werden. Lass dich am besten von deinem Arzt beraten!
Schutzwirkung: Je nach Impfschema bis zu 10 oder 25 Jahre

 

Wir sind der Meinung, dass man sich auch bei Urlaubsreisen gegen Hepatitis A impfen lassen sollte. Wir hatten bereits vor einer anderen Auslandsreise nach China bzw. nach Thailand eine Impfung bekommen. Allerdings hatte der Hausarzt da die Grundimmunisierung nicht richtig durchgeführt. Unsere Ärztin in Mainz hatte uns deshalb eine auf unseren Titer angepasste Dosis gespritzt.

 

Links:
World Health Organization
Auswärtiges Amt
Robert Koch Institut

Hepatitis B

Virusinfektion der Leber.

Übertragung: Erfolgt oft sexuell, aber auch auf anderen Wegen: Spritzen und Kanülen, Bluttransfusionen, Tätowierungen oder auch bei der Geburt von der Mutter auf das Kind.
Verbreitungsgebiet: Weltweite. Hepatitis B ist eine der häufigsten Infektionskrankheiten.
Symptome/Krankheitsverlauf: Zuerst kann es zu Appetitlosigkeit, Gelenkschmerzen, Unwohlsein, Übelkeit, Erbrechen und Fieber kommen. Danach können Gelbsucht, Leberversagen oder ein Multiorganversagen folgen. Bis zu 1% der Erkrankten sterben.
Benötigte Dosen: 3 (Grundimmunisierung), Auffrischung nach 10 Jahren empfohlen. Es kann auch kombiniert gegen Hepatitis B geimpft werden. Lass dich am besten von deinem Arzt beraten!
Schutzwirkung: Je nach Impfschema bis zu 10 Jahre

 

Wir haben beide als Kinder die Grundimmunisierung gegen Hepatitis B erhalten und müssen nur an die Auffrischung alle 10 Jahre denken.

 

Links:
World Health Organization
Auswärtiges Amt
Robert Koch Institut

Typhus

Schwere Allgemeinerkrankung (Erreger ist eine Salmonellenart).

Übertragung: Kontaminierte Nahrungsmittel und Trinkwasser
Verbreitungsgebiet: Länder mit niedrigem Hygienestandard
Symptome/Krankheitsverlauf: Fieber; bei schweren Krankheitsverläufen kann es zu Benommenheit, verlangsamtem Puls und Verstopfung kommen.
Benötigte Injektionen: 1
Schutzwirkung: Bis zu 3 Jahre

 

Wäre nicht unbedingt notwendig gewesen. Allerdings konnte diese Impfung bei uns zusammen mit der Hepatitis A Injektion vorgenommen werden.

 

Links:
Auswärtiges Amt
Robert Koch Institut

Wie hat unser Körper auf die Impfungen reagiert?

Hier siehst du ein kleines Impftagebuch mit den Nebenwirkungen, die bei uns beiden aufgetreten sind. Vor allem vor der Tollwut Impfung hatten wir etwas Bammel, da man darüber die reinsten Horrorgeschichten lesen kann. Die Nebenwirkungen hielten sich bei uns aber wirklich in Grenzen! Die meisten „Schmerzen“ hatten wir bei der Meningokokken B Impfung.

Datum Impfung(en) Nebenwirkungen bei Lisa Nebenwirkungen bei Ben
2. März Gelbfieber (rechts),
Tollwut I (links)
Erschöpfungserscheinungen und Schwindel nach kurzem Spaziergang Erschöpfungserscheinungen und Schwindel nach kurzem Spaziergang;
Schmerzen im linken Arm (wie Muskelkater) bis in die Fingerspitzen (leichtes Taubheitsgefühl)
 3. März   Juckreiz an Einstichstelle (links) Juckreiz an Einstichstelle (links);
Schmerzen im linken Arm (wie Muskelkater) bis in die Fingerspitzen (leichtes Taubheitsgefühl) bis Nachmittags
15. März Japanische Enzephalitis I (rechts),
Tollwut II (links)
Keine Keine
16. März   Keine Muskelkater in beiden Armen
17.März   Starke Erkältung – nicht sicher, dass diese von einer Impfung kommt Einstichstelle (rechts) juckt
22. März Meningokokken B I (rechts) Schmerz bei Einstich Keine
 Bis 26. März   Starke Schmerzen wie Faustschlag auf Arm;
Verhärtung
Starke Schmerzen wie Faustschlag auf Arm;
Verhärtung
29. März Tollwut III (links) Keine Keine
26. April Hepatitis A/Typhus (links),
Meningokokken ACWY (rechts)
Keine Keine
27. April   Muskelkater in beiden Armen Muskelkater in beiden Armen
Bis 30. April   Druckempfindlichkeit und Verhärtung um beide Einstichstellen  
3. Mai Meningokokken B II (links),
Japanische Enzephalitis II (rechts)
 Muskelkater in beiden Armen  Muskelkater in beiden Armen
4. Mai   Starke Schmerzen wie Faustschlag auf Arm;
Verhärtung (links)
Starke Schmerzen wie Faustschlag auf Arm;
Verhärtung (links)
Bis 7. Mai   Starke Schmerzen wie Faustschlag auf Arm;
Verhärtung (links)
Einstichstelle (rechts und links) juckt

Welche (Standard-)Impfungen haben wir sonst noch?

Wir hatten bereits die meisten Standardimpfungen schon als Kinder bekommen und auch regelmäßig aufgefrischt.

  • Mumps-Masern-Röteln
  • Tetanus
  • Diphtherie
  • Pertussis (Keuchhusten)
  • Polio (Kinderlähmung)

Manchmal kann es sein, dass bestimmte Impfungen in manchen Jahrgängen noch nicht geimpft wurden. So z.B. bei Ben: Er wurde als Kind nicht gegen Mumps-Masern-Röteln geimpft, während ich diese Impfung 4 Jahre später bereits als Standard-Impfung erhalten habe. Am besten lässt du deinen Impfausweis in regelmäßigen Abständen überprüfen. Bei manchen Krankenkassen bekommst du dafür sogar eine Bonuszahlung.

Welche Impfungen haben wir ausgelassen? Wogegen gibt es keine Impfungen und wie schützt du dich stattdessen?

Cholera

Eine durch Bakterien verursachte Darmerkrankung.

Übertragung: Verunreinigtes Trinkwasser oder Lebensmittel
Verbreitungsgebiet: Länder mit niedrigem Hygienestandard
Symptome/Krankheitsverlauf: Brechdurchfall mit Bauchschmerzen, wodurch es zu massivem Flüssigkeits- und Salzverlust kommen kann. Behandelt wird die Krankheit durch die Zufuhr von Flüssigkeit und Elektrolyten und ggf. zusätzlich mit Antibiotika.
Benötigte Dosen: 2 Schluckimpfungen
Schutzwirkung: Bis zu 2 Jahren

 

Uns wurde von dieser Impfung abgeraten, da der Schutz wohl nicht eindeutig nachgewiesen werden konnte und die Schutzwirkung auch nicht so lange hält. Da man die Krankheit in den meisten Fällen gut behandeln kann, haben wir uns gegen diese Impfung entschieden und nehmen stattdessen lieber ein paar Elektrolyte mit in die Reiseapotheke.

 

Links:
World Health Organization
Auswärtiges Amt

Malaria

Fiebererkrankung, die durch einzellige Parasiten ausgelöst wird.

Übertragung: Stich einer Mücke
Verbreitungsgebiet: Weite Teile Mittel- und Südamerikas, Zentral- und Südafrikas sowie Asiens und Ozeaniens
Symptome/Krankheitsverlauf: Nicht einheitlich, da es mehrere Erreger gibt. Typisch sind aber meist hohes Fieber und Schüttelfrost.
Schutzmaßnahmen: Fliegengitter, Belüftung mit Klimageräten, Mückenabweisende Mittel (Hautschutz, Kleidungsimprägnierung), lange Kleidung tragen.

Bisher gibt es keinen anerkannten Impfstoff. Infos zum aktuellen Stand der Forschungen findest du bei der WHO.

Uns wurde empfohlen, ein Stand-by-Präparat mitzunehmen. Dies kann für die akute Selbstbehandlung genutzt werden. Ein Arztbesuch ist trotzdem dringend notwendig. Von einer Malaria Prophylaxe wurde uns abgeraten, da diese meist schlecht vertragen wird und außerdem die Symptome unterdrückt und ein Erkennen der Krankheit wesentlich erschwert.

 

Wir haben uns aufgrund der Impfberatung gegen die Malaria Prophylaxe entschieden und nehmen stattdessen jeweils 2 Packungen eines Stand-by-Präparats mit.

 

Links:
World Health Organization
Auswärtiges Amt
Robert Koch Institut
Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit

Dengue Fieber

Virusinfektion

Übertragung: Stich einer Mücke
Verbreitungsgebiet: Asien, Lateinamerika und Afrika
Symptome/Krankheitsverlauf: Hohes Fieber, Hautausschlag, starke Kopf-, Knochen- und Gliederschmerzen. Die Symptome können einer Grippe ähneln.
Schutzmaßnahmen: Fliegengitter, Belüftung mit Klimageräten, Mückenabweisende Mittel (Hautschutz, Kleidungsimprägnierung), lange Kleidung tragen.

Bisher gibt es keinen anerkannten Impfstoff oder wirksame Medikamente. Die Behandlung kann nur eine Linderung der Beschwerden erreichen.

Links:
World Health Organization
Auswärtiges Amt

Zika-Virus

Virusinfektion ähnlich dem Dengue Fieber.

Übertragung: Stich einer Mücke, evtl. auch sexuelle Übertragbarkeit.
Verbreitungsgebiet: Aktuell Mittel- und Südamerika (insbesondere Brasilien und Kolumbien) sowie einige pazifische Inseln Ozeaniens. Außerdem West- und Zentralafrika, Südostasien (Thailand, Vietnam) sowie Singapur.
Symptome/Krankheitsverlauf: Fieber, Hautausschlag, Gelenkschmerzen, Entzündung der Augenbindehaut sowie seltener Muskel- bzw. Kopfschmerzen und Erbrechen. Häufig verläuft die Erkrankung nur mit milden Symptomen. Bisher gibt es nur vereinzelte Todesfälle.
Schutzmaßnahmen: Fliegengitter, Belüftung mit Klimageräten, Mückenabweisende Mittel (Hautschutz, Kleidungsimprägnierung), lange Kleidung tragen.

Links:
World Health Organization
Auswärtiges Amt

Insektenschutz

Als Insektenschutz wurden uns die Produkte von NOBITE empfohlen. Neben diesen Mücken-Repellents, mit denen man Kleidung und Moskitonetze imprägnieren kann, gibt es auch direkt mückendichte Kleidung. Die G-1000 Modelle der Firma Fjällräven sind beispielsweise mückendicht.

Links:
Auswärtiges Amt

Was haben die Impfungen und die Beratung gekostet? Übernimmt unsere Krankenkasse die Kosten für die Impfungen?

Hier siehst du eine Aufstellung der Kosten für unsere Impfungen sowie die Erstattung durch unsere Krankenkasse.

Total 953,44 EUR  1.906,88 EUR 
Kostenpunkt
(Anzahl der Impfungen pP)
Kosten
pro Person
Kosten
total
Impfberatung 20,10 EUR 40,20 EUR
Internationaler Impfausweis 1,50 EUR 3,00 EUR
Gelbfieber (1) 46,23 EUR  92,46 EUR 
Tollwut (3)  233,73 EUR  467,46 EUR
Japanische Enzephalitis (2) 201,44 EUR  402,88 EUR
Meningokokken B (2) 238,34 EUR  476,68 EUR
Meningokokken ACWY (1) 53,66 EUR  107,32 EUR
Hepatitis A / Typhus (1) 88,44 EUR  176,88 EUR
Malaria Medikament 70,00 EUR  140,00 EUR 

Wir sind vor der Abreise bei der HEK (Hanseatische Krankenkasse) versichert gewesen. Bis auf 87,90 EUR Eigenanteil für uns beide haben wir alles erstattet bekommen! Die Erstattungsregelungen waren hier wie folgt:

Wir übernehmen die Kosten für Impfungen bei privaten Auslandsreisen, wenn diese von der Ständigen Impfkommission (STIKO) und dem Auswärtigen Amt
empfohlen werden.

Ihre Zuzahlung beträgt lediglich 10 Prozent der Impfstoffkosten, mindestens 5 Euro und höchstens 10 Euro pro Impfstoff.
Die Kosten für die ärztliche Impfleistung übernehmen wir bis zur Höhe der Vertragssätze.

Wir benötigen die Originale der Rezepte bzw. die Originalquittungen.
Bitte senden Sie uns diese unter Angabe des Reiselandes, der Reisedauer und Ihrer Bankverbindung zu.

Am besten fragst du vor der Impfberatung bei deiner Krankenkasse nach, welche Impfungen sie in welcher Höhe übernehmen und was du dafür tun musst. Eine hilfreiche Übersicht zu den Leistungen einzelner Krankenkassen findest du beim Centrum für Reisemedizin.

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LizBenForSunshine
So langsam leert sich die Wohnung und wir sind offiziell keine Couchpotatoes mehr (weil wir keine mehr haben ☺️). Auf Balkonmöbeln lässt es sich aber auch ganz gut sitzen. In den nächsten Tagen packen wir also all unser restliches Hab und Gut in Kisten und putzen fleißig die Wohnung für die Übergabe an unsere Nachmieter 😅
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Wow - nur noch 60 Tage bis zum Abflug nach #Bali! Die Tage fliegen nur so dahin und langsam wird es ernst. In ein paar Tagen ziehen wir schon aus unserer Wohnung in #Hochheim aus... #lizbenforsunshine #lisaundben #weltreise #aroundtheworld #picoftheday #instadaily #instatravel #travelcouple #travelblog #travel #travelgram #traveling #wanderlust #worlderlust #igtravel #explore #instagood #globetrotter #travelblogger #traveltheworld #takemetherenow #travelawesome #reiseblog #getoutofyourcomfortzone
Tausche Gipsschuh und Krücken gegen @on_running Sneaker! Nach 6 Wochen komplett ohne Belastung und weiteren 4 auf Krücken bin ich endlich bereit wieder laufen zu lernen 👣 Werde jetzt zum #cloudsurfer 😬 (Lisa) Danke an #lexlaufexpertenmainz für eure Beratung! Hallo 🌎 ich komme!

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Ein schöner Tag in Wiesbaden mit unseren Lieblingsmenschen 💗

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Es ist tatsächlich so weit: Das war Bens letzter Arbeitstag! Wir können es beide gar nicht glauben! Mal sehen, wann er wirklich realisiert hat, dass er jetzt nicht nur 3 Wochen Urlaub hat?! Danke an die Kollegen für dieses süße Abschiedsgeschenk 💗 Da habt ihr ihm den Abschied doch noch ein bisschen schwer gemacht! @carla.franco.m 
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12 Kisten - da sollte idealerweise alles reinpassen, was wir erstmal noch aufheben wollen. 2 davon sind schon voll 😅 Bis Ende Juni haben wir noch Zeit, um die restlichen Kisten zu füllen und noch ein wenig Krams loszuwerden. 
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