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Camper für Neuseeland Rundreise mieten oder kaufen?
Lisa | 29.04.2018

Camper für Neuseeland Rundreise mieten oder kaufen?

Einen Camper für deine Neuseeland Rundreise mieten oder kaufen? Ab wann lohnt sich der Kauf? Erfahre mehr zu den verschiedenen Möglichkeiten, die es gibt, und welche Überlegungen du bei deiner Entscheidung beachten solltest.

Was spricht fürs Mieten und was fürs Kaufen?

Sowohl das Mieten als auch das Kaufen haben ihre Vor- und Nachteile. Wie sollte es auch anders sein?

Die Vorteile eines Auto-Kaufs sind unserer Meinung nach:

  • Eigenes Risiko - ein kleiner Kratzer stört dich selbst vielleicht weniger als die Autovermietung
  • Du kannst dein Gefährt so einrichten, wie du es möchtest - vielleicht sogar selbst "Möbel" einbauen
  • Zeitliche Unabhängigkeit - du musst dich vorher nicht festlegen wie lange du das Auto behalten möchtest
  • Keiner verbietet dir eine Fährüberfahrt
  • Bei längerem Aufenthalt sehr wahrscheinlich die günstigere Option

Fürs Mieten sprechen folgende Punkte:

  • Du hast meistens den Anspruch auf ein Ersatzfahrzeug bzw. hast die Kosten einer Reparatur über den Mietpreis abgedeckt. Beim Kauf hingegen hast du keinerlei Garantie für das Auto. Wenn es liegen bleibt, musst du zusehen, wie und ob du es wieder zum Laufen bekommst.
  • Du kannst alle möglichen Zusatzversicherungen abschließen. Um eine Kasko-Versicherung für dein eigenes Auto abzuschließen, benötigst du oftmals einen Wohnsitz in Neuseeland oder sie ist unverhältnismäßig teuer.
  • Den Mietwagen gibst du einfach wieder ab, wenn du das Land verlässt. Um den Verkauf des Autos musst du dich selbst kümmern und du machst womöglich Verluste, weil du es schnell loswerden musst.
  • Die Autovermietung muss dir ein fahrtüchtiges Auto zur Verfügung stellen. Du benötigst keine besonderen Kenntnisse über Autos, wohingegen sie bei einem Autokauf von Vorteil sein können, damit du nicht die "Katze im Sack" kaufst.

Vom Preis her kann man ganz grob sagen, dass sich der Autokauf ab einem Aufenthalt von 2 bis 3 Monaten schon lohnt. Hier bleibt dir aber leider nichts anderes übrig, als selbst die Angebote zu vergleichen.

Autovermietungen

Es gibt unzählige Autovermietungen. Ein paar davon nennen wir dir hier für deine Recherchen:

  • Wicked Campers
  • Escape
  • Happy Campers
  • Juicy
  • Spaceship
  • Travellers Autobarn
  • Lucky
  • Britz
  • Maui
  • Mighty
  • Apollo
  • Kiwi Campers
  • Wendekreisen

Bei den verschiedenen Anbietern kannst du vom kleinen Van bis hin zu riesigen Wohnmobilen alles bekommen.

Hinweis:
Die Wicked Camper sind zwar sehr günstig, teilweise aber mit ziemlich üblen Bildern bedruckt. Mal abgeshen davon, dass dir das eventuell unangenehm sein könnte, darf man damit auf auf manchen Campingplätzen tatsächlich nicht übernachten.

Die Preise variieren je nach Anbieter und auch nach der Saison. Die Hauptreisezeit in Neuseeland ist im neuseeländischen Sommer von November / Dezember bis Februar / März.

Hinweis:
Viele Reisende fahren von der Nordinsel auf die Südinsel. Es gibt manchmal Angebote bei Autovermietungen zu so genannten "Relocations". Du fährst den Mietwagen also z.B. von der Südinsel auf die Nordinsel und zahlst dafür eine geringere Miete. Wenn du flexibel bist, kannst du ja einfach mal bei den Autovermietungen danach fragen.

Günstig mieten über CamperOase

Eine sehr gute Möglichkeit, das passende Angebot für einen Miet-Camper zu finden, bietet dir das Team von CamperOase*. Die erfahrenen Experten stehen dir bei der Camper-Miete (und auch noch vor Ort in Neuseeland) immer mit Rat und Tat zur Seite. Und wenn du bei deiner Anfrage den Promo Code sunshine angibst, bekommst du sogar einen Preisnachlass (und wir eine kleine Provision)!

Kauf von Privatanbietern

Beim Kauf von Privatanbietern kannst du evtl. ein gutes Schnäppchen machen. Gerade andere Backpacker MÜSSEN ihr Auto ja irgendwann verkaufen, denn irgendwann läuft auch das Visum mal ab. Du kannst hier also Glück haben oder ganz großes Pech. Hier hast du definitiv einen Vorteil, wenn du dich mit Autos auskennst. Alternativ kannst du auch einen Check-Up bei einer unabhängigen Werkstatt machen lassen. Vehicle Testing New Zealand bietet z.B. einen Check-Up für 149 NZD an.

Es gibt bei Facebook einige Gruppen zum Thema Autobörsen oder du schaust mal bei TradeMe nach - quasi das neuseeländische ebay.

Du musst allerdings bedenken, dass es dich Zeit kosten wird ein Auto erstmal zu finden, es überprüfen zu lassen und es letztendlich auch wieder zu verkaufen. Berechne dies auf jedenfall in deine Reiseplanung mit ein.

Kauf bei gewerblichen Anbietern

Du hast außerdem die Möglichkeit, ein Auto von einem gewerblichen Anbieter zu kaufen. Einige Autovermietungen verkaufen beispielsweise ihre alten Fahrzeuge.

Wir haben unseren Campervan bei Kiwi Cruise Control gekauft. Doro kommt aus Deutschland, was die Kommunikation natürlich noch einfacher macht. Wie genau der Autokauf bei Kiwi Cruise Control funktioniert, beschreiben wir dir in diesem Beitrag.

Bei Kiwi Cruise Control kannst du eine Rückkaufgarantie vereinbaren, was das Ende deiner Neuseeland-Reise doch ein wenig entspannter macht.

Auch hier hast du aber natürlich keine Garantie, dass das Auto nicht nach den nächsten 100 Kilometern liegen bleibt oder eine sonstige Reparatur notwendig ist. Du kaufst immerhin ein gebrauchtes Auto und keinen Neuwagen.

Preisvergleich - Ein Beispiel

Ein ganz entscheidendes Kriterium war auch bei uns der Preis. Hier kommt es natürlich auf die Art und Größe des Autos, aber auch auf den Zeitpunkt des Kaufs an.

Unser Autokauf

Wir haben einen Toyota Estima gekauft. Für Kauf und Verkauf nach 127 Tagen in Auckland, Haftpflicht Versicherung, Straßenzulassung und AA Mitgliedschaft (Versicherung, falls das Auto abgeschleppt werden muss) haben wir knapp 4.600 NZD (ca. 2.700 EUR) bezahlt. Wir haben das Auto Ende Oktober gekauft und Ende Februar wieder verkauft.

Auto Mieten

Für ein vergleichbares Fahrzeug, den gleichen Zeitraum und eine Mietdauer von 127 Tagen mit Abholung und Rückgabe in Auckland bezahlt man bei den Autovermietungen zwischen 10.000 und 13.000 NZD (zwischen 5.800 und 7.600 EUR).

Unser Sleepervan hatte kein SC Zertifikat. Was genau das self-containment certificate ist, kannst du in diesem Beitrag nachlesen. So konnten wir nur auf Campingplätzen schlafen, die auch wenigstens eine Toilette hatten. Wieviel die verschiedenen Campingplätze in Neuseeland kosten, kannst du ebenfalls in diesem Beitrag nachlesen. Diesen Kostenpunkt solltest du also auch in deiner Berechnung beachten.

Die Miete für ein ganz großes Wohnmobil für 4 Monate läge übrigens bei ca. 30.000 NZD. Nicht dass das preislich jemals eine Option für uns gewesen wäre und natürlich ist das ne ganz andere Klasse als ein kleiner Sleepervan... Aber interessant finde ich es trotzdem.

Was ist euer Hauptentscheidungskriterium?

Welche Anbieter zieht ihr in Erwägung?

Wie groß soll euer Camper sein?

Wenn ihr schon in Neuseeland gewesen seid: Habt ihr einen Camper gemietet oder gekauft? Wie lange seid ihr damit unterwegs gewesen und was habt ihr bezahlt?

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4 Kommentare zu "Camper für Neuseeland Rundreise mieten oder kaufen?"

  1. Lilith | | 15:58 Uhr

    Ein ganz wichtiger Punkt ist in Neuseeland das Thema des „self -contained“-Zertifikates, dass nach meinem Empfinden in einem Artikel dieser Art nicht fehlen darf. Mit einem selbst umgebauten Fahrzeug muss man -außer man lässt es zertifizieren – auf Campingplätze gehen, die pro Nacht und Person auch um die 25 NZD kosten und einem die Möglichkeit nehmen, spontan einfach irgendwo zu übernachten. Größere Mietwohnmobile sind bei fast allen Vermietungen immer self contained und selbst kleinere Sleepervans kann man mit Zertifikat mieten, wenn man sich mit den Firmen auskennt. Mit diesen Fahrzeugen darf man dann wild campen und spart viel Geld wieder ein. Insofern ist die Rechnung nicht ganz so einfach, wie ihr sie hier aufmacht. Natürlich kann man auch zertifizierte Fahrzeuge kaufen, aber Vorsicht, das Zertifikat läuft auch irgendwann ab und die Richtlinien ändern sich, sodass nicht selbstverständlich ist, dass es erneuert wird.
    Eine gute Zeit unterwegs wünsche ich euch!

    • Lisa | | 0:54 Uhr

      Liebe Lilith,
      vielen Dank für deinen Hinweis! Du hast recht, ich habe den Hinweis in den Beitrag mit aufgenommen. Allerdings gibt es auch günstigere (teilweise sogar kostenlose) Campingplätze mit Toiletten. Man muss also auch mit einem Sleepervan ohne Toilette nicht nur auf den teuren Holiday Parks übernachten. Das Thema SC haben wir in einem anderen Beitrag angesprochen. Habe das hier verlinkt. Alles Liebe!

  2. TINA | | 10:31 Uhr

    Hallo, also ich verstehe nicht, wie ihr auf 30.000 NZD kommt für ein Wohnmobil für 4 Monate? Das ist total übertrieben. Ich habe für einen Toyota hiace hightop zwischen 70-100 NZD am Tag Ink versicherung gezahlt. Sleepervans wie den Estima bekommt man für wesentlich weniger. Ihr vergleicht hier rieb sleepervan mit den Preisen für ein motorhome für 6 Personen. Etwas irreführend wie ich finde. Ansonsten ganz nett geschriebener Artikel. Vielen Dank.

    • Lisa | | 2:11 Uhr

      Hallo Tina, danke für deinen Kommentar. Gemeint war ein ganz großes Wohnmobil (größer als ein Hiace) und es sollte nicht als Vergleich sondern nur als Nebeninfo gemeint sein Ich habe es etwas umformuliert, damit es nicht verwirrt. Liebe Grüße

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